Endstation Leben

Endstation Leben

Ich stehe hier an der Endstation meines Lebens,

und warte auf den Bus zum Nirgendwo,

etliche Busse rollten schon vorüber,

aber meinen sehe ich in weiter Ferne,

langsam, ganz langsam, fährt er los.

Noch habe ich Zeit,

um mein Leben noch einmal zu überdenken,

was lasse ich hier, was nehme ich mit,

was war mir wichtig,

und wo lasse ich los.

So in meinem Leben eingetaucht,

ziehen Ereignisse,

die mich berührten, die mich schmerzten,

und die mir wichtig waren,

Liebe, die ich gab,

Liebe, die ich nahm,

noch einmal vorüber.

Traurigkeit empfinde ich nicht,

denn mein Leben hatte einen Sinn,

mich so zu formen,

wie ich bin.

Langsam rollt mein Bus heran,

ich sehe schon die Lichter nahen,

alles was ich im Leben erlebt´,

fällt von mir ab

und ich sehe voller Erwartung zu dem Ziel,

welches ich noch nie sah.

Mein Bus hält bei mir an

Und ich sehe den gold durchfluteten Raum,

hier fühle ich mich wohl und geborgen,

und alles was war,

verschwand.

Ich schaute mich noch einmal um,

zum allerletzten Mal,

dunkel liegt meine Welt hinter mir,

nein,

zurück möchte ich nicht mehr.

Ich steige ein,

und langsam rollt mein Bus ins Nirgendwo,

wo beginnt und wo endet mein Ziel ?

ich nehme Abschied von meinem alten Leben,

es ist Vergangenheit und zählt nicht mehr.

In mir so ein Zutrauen und Freude ist,

auf mein neues Zuhause,

und ich die Gewissheit in mir hab,

jetzt fängt mein nächstes Leben an,

geborgen in Liebe, Licht und Frieden.

Amen

© by C.P. 10.7.2011

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