Hier ist kein Tod

Hier ist kein Tod, auch wenn es schmerzt,
wenn wir Vertrautes missen,
wenn Menschen, die wir so geliebt,
aus unsrem Arm gerissen.

Selbst wenn gebrochnen Herzens wir
den Staub zu Grab nun tragen
und gramgebeugt von ihnen dann
sie seien „tot“ wohl sagen.

Sie sind nicht tot! Sie gingen nur
dorthin, wo wir nicht sehen,
ins Leben, dass viel größer ist,
in jenen lichten Höhen.

Die irdnen Kleider legten sie
für strahlend weiße fort.
Sie sind nicht fern, verloren gar
an einem fremden Ort.

Sind zwar verherrlicht und befreit,
doch denken immerdar
der Menschen, die sie hier geliebt
- sie bleiben ihnen nah.

Und manchmal, wenn das Herz wird bang,
Anfechtung uns fast übermannt,
und wenn der Trauer Wellen uns
fast gänzlich überrannt,

dann wird die fieberheiße Stirn
durch sie gekühlt im Nu
ihr Arm umfasst uns, spendet uns
im Herzen Trost und Ruh.

Und ungeseh’n, doch immer nah,
die ew’gen Geister uns umgeben.
Des Universums Unendlichkeit
kennt keinen Tod - nur Leben.

Übersetzung nach "There is No Death" von
John Luckey McCreery (1835-1906)
Zeile 33-Ende

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