Die Stille

Michael ...alias backpulva
17.06.1984
14.07.2007

Die Stille

Alles ist still,
nur in weiter Ferne höre ich deine Stimme leise,
so als zögen um die Stille Kreise.

Alle sind stumm,
nur dein lächeln kann ich leise hören,
so als würde es zu der Stille dazu gehören.

Alles ist dunkel,
nur in weiter Ferne strahlen zwei Sterne
wie deine Augen so hell,
so als wollen sie sagen: „Er war nicht zu schnell“!

Alles ist leer,
doch überall bist Du
was anderes kann ich nicht glauben so lass ich es zu.

(Du.St. 2007)

Abschiedsbrief
an meinen Sohn Michael …alias backpulva

Es war so ein schöner Samstagmorgen,
die Sonne hat gelacht,
„Michi-Wetter“
hab’ ich solch einen Tag genannt.
Du bist so glücklich Heim gekommen
warum, war mir bekannt.

Parktest dein Auto mit Vorsicht,
dann hast du das Garagentor hoch gemacht,
mit leuchtenden Augen und einem Lächeln im Gesicht
noch mal dein Motorrad liebevoll sauber gemacht.

Machst Du wieder Deine Tour?
habe ich Dich nur gefragt,
Jepp!
hast Du gesagt.
Ein Freund kommt gleich
und dann düsen wir zum Schmitz
der erste Ölwechsel steht an,
nur in gute Hände gebe ich den Blitz.

In Adenau gut angekommen
hast von der Werkstatt ein Leihmotorrad bekommen,
fuhrest die Hauptstrasse hoch, Richtung Nürburgring
diese Strasse gab dich nicht mehr zurück.

Du bist, wie schon so oft, gefahren
in den schönen Tag hinein,
am Nachmittag musste ich erfahren
du kommst nie mehr Heim.

Warum ist das geschehen?
Sollte das so sein?
Werde ich es je verstehen?
Vielleicht, aber Glauben – NEIN!

Du wolltest nur ein wenig träumen
auf dem Rücken der R1 und gabst Acht,
die Strassen der Eifel, sollten deine Reise nur säumen
aus dem Traum bist Du nie mehr erwacht.

Du hast oft im Leben dein Recht den Anderen gegeben
- des Friedens Willen,
du hast Vorfahrt gehabt und zahltest sie mit deinem Leben
- des Himmels Willen

Einmal öffnetest du noch die Augen
als Mark dich gefragt:
„Hi, Micha …alles klar“?
Was danach geschah – bleibt für Alle unfassbar.

Was uns zurückgeblieben,
nur die Erinnerung an dich.
Wärst so gerne noch hier geblieben.
Wer holte dich zu sich?

Ruhe wohl in Frieden.

Wir ließen dich gehen vereint,
selbst der Himmel hat geweint,
als wir deinen Körper zum Grabe trugen,
mit Sonnenblumen und weißen Rosen begruben.

Du warst ein gläubiger junger Mann,
wenn’s so weit ist, dann wolltest du zu Gott,
alles was Du mitgenommen
ist wohl der Rosenkranz, den Oma dir geschenkt.

Sie hatte dich, dein Auto und Motorrad gesegnet
und oft hattest du schon Glück.
…doch dieses Unfallmotorrad war von ihr nicht gesegnet
Und bleibt als ein „?“ zurück.

Dein Motorrad steht unversehrt noch in der Werkstatt,
der Ölwechsel ist vollbracht,
es wartet, dass du es abholst,
seit jenem Tag – Tag und Nacht

Alles ist still,
nur in weiter Ferne höre ich deine Stimme leise,
so als zögen um die Stille Kreise.

Alle sind stumm,
nur dein lächeln kann ich leise hören,
so als würde es zu der Stille dazu gehören.

Alles ist dunkel,
nur in weiter Ferne strahlen zwei Sterne
wie deine Augen so hell,
und alle wissen: „Du warst nicht zu schnell" !

Alles ist leer,
doch überall bist Du
was anderes kann ich nicht glauben so lass ich es zu.

In ewiger Erinnerung

(Du.St. 2007)

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